Ausnahmezustand

2014-05-09 12.02.39

Erstens kommt es anders…zweitens: als man denkt.

Gut vierzehn Tage ist es her, dass der Kontrolltermin zur Geburtsplanung stattfinden sollte, vierzehn Tage nach einer schnellen Entscheidung, vierzehn Tage nach dem Kaiserschnitt (leider in Vollnarkose), vierzehn Tage nach der Geburt unserer wunderschönen Tochter Ina, vierzehn Tage die Diagnose WPW, vierzehn Tage Angst, Bangen, Hoffen und in dieser ganzen Zeit der absolute Ausnahmezustand. In dieser Zeit wurde Ina zweimal mit ihrer Medikamenteneinstellung aus der Klinik entlassen, zweimal innerhalb kürzester Zeit wieder auf der Intensivstation aufgenommen. Insgesamt haben wir noch keine drei Tage mit ihr zuhause verbracht. Mit dem EKG-Kästchen können wir uns anfreunden (hoffentlich nur vorübergehend nötig), aber trotz Betablocker wieder Tachykardien (Vorhofflimmern) ist nicht nötig.

Ich sehne mich nach dem Tag, dass sie endgültig bei uns bleibt, dass die Dosis passt, dass Felix endlich wieder einen normalen Tagesablauf bekommt, dass ich auch für ihn wieder da sein kann, statt täglich in die Klinik zu pendeln. Ich freue mich darauf Ina zu zeigen, wo sie aufwachsen wird, freue mich auf Spaziergänge mit den Kids und den Kötern, die langer als 15 Minuten dauern. Ja, ich freue mich auch auf die Nächte, in denen Ina mich weckt und nicht der Wecker, der mich zum Milch abpumpen erinnert. Ich möchte gemütlich auf dem Sofa oder im Bett mit Ina und meinen Männern kuscheln, statt auf dem wenig gemütlichen Stuhl in der Klinik. Ich möchte endlich wieder ein normales Leben, so normal es mit einem Baby halt ist.

Ich denke, Ina wartet darauf, dass endlich das Wetter besser wird (ist ja für Anfang nächster Woche vorhergesagt) und dann holen wir ALLES nach und machen es uns so richtig gemütlich und zwar DAHEIM!

Ina, wir erwarten dich ganz sehnsüchtig!

(Jana)

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6 Gedanken zu „Ausnahmezustand

  1. Jana, Du bist ein echter Glücksfall für unsere Tochter! Und für Felix! Und für mich erst Recht! Danke, dass es Dich gibt und Du da bist!

  2. Ina wusste schon, wen sie sich als Eltern aussucht – ich bewundere Eure Geduld und das Ihr Euch – an all den Unwägbarkeiten vorbei – dennoch so offensichtlich über Euer Kind freut. Und das ist leider kein bisschen normal – ich habe auch schon oft genug anderes gesehen…
    Ich drücke die Daumen und alles, was sonst etwas bringt, dass Euer Mädchen seine Tachykardien bald in den Griff bekommt, und ihr den (quasi schon vor der Tür stehenden) Sommer dann auch in vollen Zügen genießen könnt!
    Liebe Grüße und eine Tonne guter Gedanken,
    die Josephine

  3. Ina – das Wetter ist toll, jetzt wird es Zeit nach Hause zu gehen 🙂 Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass es Ina sehr bald besser geht, dass ihr Herz in eurem Takt mitschlägt und ihr ganz bald endlich alle zusammen seid und wir viele tolle Bilder von den Geschwistern Felix und Ina zu sehen bekommen. Ich schicke euch ganz viele liebe Grüße und Kraft. Das schafft ihr, nur nie aufgeben. Viele liebe Grüße von Fabian und mir (er schaut sich auch immer gern die Bilder und Videos von euch mit an)

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